Dopingfall bei Paralympics 2024: Deutscher Triathlet erhält nachträglich Silber
Moritz HartmannDopingfall bei Paralympics 2024: Deutscher Triathlet erhält nachträglich Silber
Ein Dopingverstoß hat die Ergebnisse des Paralympischen Triathlons 2024 in Paris nachträglich verändert. Der brasilianische Athlet Ronan Nunes Cordeiro, der ursprünglich den zweiten Platz belegt hatte, wurde nach einem positiven Dopingtest disqualifiziert. Der deutsche Triathlet Martin Schulz rückt nun als neuer Silbermedaillengewinner nach.
Cordeiros positiver Befund ergab sich aus einer Wettkampfkontrolle während der Spiele in Paris. Die verbotene Substanz 19-Norandrosteron führte im Oktober 2024 zu seiner vorläufigen Sperre. Sein Einspruch gegen die Vorwürfe scheiterte, nachdem das Anti-Doping-Tribunal des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) die Entscheidung am 28. Januar 2026 bestätigte.
In der Folge wurden Cordeiros gesamte Leistungen in Paris annulliert, wodurch ihm der zweite Platz aberkannt wurde. Schulz, der im Sprintwettbewerb am 2. September 2024 zunächst Bronze gewonnen hatte, erhielt nun die Silbermedaille. Der 36-jährige Athlet, der für den SC DHfK Leipzig an den Start ging, darf sich über die nachträgliche Aufwertung freuen.
Das IPC bestätigte offiziell Schulz' Aufstieg in der Wertung nach Cordeiros Disqualifikation. Unterdessen wird die Welttriathlon-Vereinigung, der weltweite Dachverband des Sports, über weitere Sanktionen gegen Cordeiro entscheiden – darunter möglicherweise ein langjähriges Wettkampfverbot.
Schulz' Silbermedaille gilt nun als offizielles Ergebnis des paralympischen Triathlon-Sprints 2024. Der Fall steht zudem für einen weiteren Vorfall von Dopingbekämpfung im Spitzensport behinderter Athletinnen und Athleten. Die anstehende Entscheidung der Welttriathlon-Vereinigung wird zeigen, ob Cordeiro über die Disqualifikation hinaus weitere Konsequenzen drohen.






