30 March 2026, 20:03

Die Linke attackiert Reformpläne der Krankenkassen als "Sparpaket gegen Versicherte"

Blauer Plakat mit der Aufschrift "Gesetz zur Gesundheitsreform: 14,5 Millionen Menschen haben sich für den Schutz angemeldet" mit Text und Bildern.

Die Linke attackiert Reformpläne der Krankenkassen als "Sparpaket gegen Versicherte"

Die Linke hat ein Paket von Reformvorschlägen zur Stabilisierung des deutschen gesetzlichen Krankenversicherungssystems scharf kritisiert. Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender der Partei, bezeichnete die Pläne als ein "Sparpaket zu Lasten der Versicherten" und warnte, dass sie normale Beitragszahler ungleich belasten würden.

Eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im Herbst 2025 eingesetzte Expertenkommission hatte 66 Reformmaßnahmen vorgelegt. Die Gruppe aus zehn Professoren hatte dafür über 1.700 Stellungnahmen aus dem Gesundheitssektor ausgewertet, bevor sie ihre Empfehlungen finalisierte.

Pellmann sprach von "vielen bitteren Pillen" und verwies besonders auf die umstrittenen Vorhaben, die beitragsfreie Familienmitversicherung abzuschaffen und die Zuzahlungen zu erhöhen. Diese Änderungen würden die gesamte finanzielle Last auf diejenigen abwälzen, die bereits im System versichert seien, so der Politiker.

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Der Linken-Politiker kritisierte zudem die Ungleichheit bei den Beiträgen: Gutverdiener zahlten im Vergleich zu Durchschnittsverdienern einen geringeren Anteil ihres Einkommens in das System ein. Darüber hinaus wies Pellmann darauf hin, dass Vermieter und Großinvestoren überhaupt keine Beiträge leisteten.

Als Alternative fordert Die Linke einen gerechteren Ansatz. Die Finanzierung des Systems solle auf eine "solide Grundlage" gestellt werden, indem Besserverdiener stärker zur Kasse gebeten werden.

Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung über Reformen berät, um die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung zu sichern. Die Linke besteht darauf, dass Änderungen vor allem die Beitragslücken schließen müssten, statt die Kosten für normale Versicherte zu erhöhen. Im Fokus stehe, dass wohlhabendere Gruppen und Eigentümer stärker in die finanzielle Verantwortung genommen werden.

Quelle