Deutschlands Küstenfischer kämpfen um ihre Zukunft – neues Beratungszentrum hilft
Moritz HartmannNeue Zentrale für Deutschlands Küstenfischer eröffnet - Deutschlands Küstenfischer kämpfen um ihre Zukunft – neues Beratungszentrum hilft
Deutschlands Küstenfischerei steht vor tiefgreifenden Veränderungen. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der aktiven Fischer stark zurückgegangen, und auch die Fangmengen haben deutlich abgenommen. Um die Betroffenen in dieser Umbruchphase zu unterstützen, hat in Hamburg ein neues Beratungszentrum seine Arbeit aufgenommen.
Laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie des Thünen-Instituts sank die Zahl der Fischer in deutschen Küstengewässern zwischen 2021 und 2025 von etwa 1.200 auf rund 900. Gleichzeitig verringerten sich die jährlichen Anlandungen von etwa 45.000 Tonnen auf 38.000 Tonnen. Strengere Fangquoten, eine überalterte Belegschaft und schrumpfende Gewinne haben diesen Rückgang vorangetrieben.
Als Reaktion darauf hat das Thünen-Institut die Informations- und Koordinierungsstelle für die Transformation der Fischerei (IKTF) eingerichtet. Das in Hamburgs HafenCity ansässige Zentrum bietet Beratung, Vernetzungsmöglichkeiten und praktische Hilfestellung für Fischer, die sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen müssen.
Die IKTF wird mit Bundesmitteln finanziert und beschäftigt derzeit fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zwei von ihnen werden direkt an der Nord- und Ostseeküste im Einsatz sein, um vor Ort die lokalen Fischereigemeinden zu unterstützen.
Ziel der IKTF ist es, die Herausforderungen für die Fischer in dieser Phase des Wandels abzumildern. Angesichts rückläufiger Beschäftigtenzahlen und sinkender Fangmengen könnte das Angebot des Zentrums eine Schlüsselrolle dabei spielen, der Branche den Übergang zu erleichtern. Im Mittelpunkt stehen dabei praktische Hilfestellungen sowie die Vermittlung notwendiger Ressourcen.