Dehoga-Präsident warnt vor Bürokratieflut und steigenden Arbeitskosten für Gastronomie
Henry SeidelDehoga-Präsident warnt vor Bürokratieflut und steigenden Arbeitskosten für Gastronomie
Der Präsident des Dehoga-Gastgewerbeverbands, Ingolf Schimke, hat Alarm wegen steigender Arbeitskosten geschlagen. Er warnte, dass mehrere Vorhaben – darunter die geplante betriebliche Altersvorsorgepflicht – Unternehmen durch zusätzliche Bürokratie und Kosten belasten könnten.
Schimke kritisierte insbesondere den Vorschlag von DGB-Chefin Yasmin Fahimi, betriebliche Rentenmodelle verbindlich vorzuschreiben. Eine solche Regelung werde weder Wachstum fördern noch Arbeitsplätze sichern, argumentierte er. Stattdessen würde sie für Arbeitgeber eine finanzielle und administrative Mehrbelastung bedeuten.
Zudem betonte er die Dringlichkeit des geplanten Arbeitszeitgesetzes. Schimke hofft, dass der Krisengipfel im Kanzleramt noch vor der Sommerpause eine einheitliche Wochenarbeitszeit beschließt. Der Branchenverband erwartet von dem Treffen klare Weichenstellungen.
In seinen Äußerungen forderte Schimke die Politik zum zügigen Handeln auf. Die Zeit dränge, und die Koalitionsspitzen müssten die vereinbarten Reformen endlich vorantreiben, so der Verbandschef. Selbst die Gewerkschaften seien auf stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft angewiesen – dafür brauche es Pragmatismus statt Konfrontation.
Aus Sicht des Dehoga bergen mehrere der diskutierten Vorhaben Risiken für die Unternehmen. Schimke erwartet von den Koalitionspartnern nun entschlossenes Handeln, um die notwendigen Änderungen umzusetzen. Die Ergebnisse des Gipfels könnten die Arbeitsmarktpolitik der kommenden Monate prägen.







