Daimler, Kawasaki und MB Energy bauen Wasserstoff-Lieferkette für Europa auf
Henry SeidelDaimler, Kawasaki und MB Energy bauen Wasserstoff-Lieferkette für Europa auf
Daimler Truck, MB Energy und Kawasaki Heavy Industries haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um eine Lieferkette für flüssigen Wasserstoff nach Europa aufzubauen. Die Partnerschaft nutzt den Hamburger Hafen als zentralen Energieknotenpunkt für den Kontinent. Studien zur Entwicklung einer wirtschaftlich tragfähigen Lieferkette laufen bereits.
Das Ziel der Zusammenarbeit ist der Start kommerzieller Aktivitäten zu Beginn der 2030er-Jahre. Für diesen Zeitraum ist auch die Serienproduktion von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Lkw geplant. Bereits bis Ende 2026 will Daimler Truck 100 Brennstoffzellen-Lkw mit Flüssigwasserstoffantrieb im Kundeneinsatz testen.
Kawasaki Heavy Industries bringt Technologien für Wasserstoffverflüssigungsanlagen, die Lagerung von flüssigem Wasserstoff sowie LH₂-Transportschiffe in die Kooperation ein. MB Energy steuert Fachwissen in den Bereichen Kraftstoffbeschaffung, Handel, Logistik und ein bestehendes Netz von Tankstellen bei. Gemeinsam wollen sie Transportrouten von potenziellen wasserstoffproduzierenden Ländern nach Deutschland entwickeln.
Die Partnerschaft umfasst zudem Pläne, wichtige Logistikdrehscheiben für den Fernverkehr umzurüsten. Diese Knotenpunkte sollen effizient mit flüssigem Wasserstoff betrieben werden können. Der Hamburger Hafen wird dabei als zentraler Verteilpunkt für die Wasserstoffversorgung in Europa dienen.
Die Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt zur Schaffung einer vollständigen Lieferkette für flüssigen Wasserstoff. Der Beginn kommerzieller Aktivitäten und der Serienproduktion von Wasserstoff-Lkw ist für die frühen 2030er-Jahre vorgesehen. Die Initiative stützt sich auf die Rolle Hamburgs als Energiedrehscheibe, um die europäische Wasserstoffinfrastruktur zu stärken.






