28 April 2026, 02:02

CDU-Generalsekretär Linnemann will Bürokratie für Mittelstand radikal abbauen – mit Drei-Punkte-Plan

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt und von erklärendem Text begleitet wird.

CDU-Generalsekretär Linnemann will Bürokratie für Mittelstand radikal abbauen – mit Drei-Punkte-Plan

Carsten Linnemann, Generalsekretär der deutschen CDU, hat einen Drei-Punkte-Plan vorgelegt, um Bürokratieabbau für Unternehmen voranzutreiben. Seine Vorschläge richten sich vor allem an kleine und mittlere Betriebe mit dem Ziel, den Papierkram zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Plan wird vor einem Strategietreffen von CDU und CSU am Dienstag präsentiert, bei dem neue wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen finalisiert werden sollen.

Linnemann forderte einen sofortigen Stopp aller noch bestehenden analogen statistischen Meldungen durch Unternehmen. Seiner Meinung nach sollten Betriebe nicht länger mit diesen Pflichten belastet werden, bis ein vollständig digitalisiertes System eingeführt sei. Der aktuelle Prozess schaffe unnötige Bürokratie mit kaum spürbarem Nutzen, so der Politiker.

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Ein weiterer zentraler Punkt ist die Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes. Linnemann setzt sich stattdessen für einheitliche EU-weite Regelungen ein, die seiner Ansicht nach die Einhaltung der Vorschriften für Unternehmen vereinfachen würden. Zudem schlug er eine dreijährige Aussetzung aller Dokumentationspflichten für Betriebe vor.

Der CDU-Politiker betonte die Notwendigkeit einer strengeren Durchsetzung und klarer definierter Strafen bei Verstößen. Sein Ansatz zielt darauf ab, administrative Lasten zu verringern, ohne dabei auf eine wirksame Kontrolle zu verzichten. Linnemann rief die Ampelkoalition auf, politisches Engagement für diese Reformen zu zeigen, und warnte, dass übermäßiger Papierkram die wirtschaftliche Position Deutschlands schwäche.

Die Vorschläge konzentrieren sich insbesondere auf die Entlastung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie von Betrieben mit weniger als 5.000 Beschäftigten. Linnemann argumentierte, dass weniger Bürokratie Ressourcen für Wachstum und Innovation freisetzen würde.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird den Plan am Dienstag in ihrem Strategietreffen ausführlich beraten. Sollten die Maßnahmen beschlossen werden, könnten sie den Verwaltungsaufwand für tausende Unternehmen deutlich reduzieren. Linnemanns Initiative spiegelt die wachsenden Bedenken wider, dass Deutschlands wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in einem herausfordernden globalen Umfeld nachlässt.

Quelle