22 April 2026, 02:02

Bundesländer fordern Rückkehr zu jährlichen Integrationszahlungen für Geflüchtete

Balkendiagramm, das die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundesländer fordern Rückkehr zu jährlichen Integrationszahlungen für Geflüchtete

Immer mehr deutsche Bundesländer drängen die Bundesregierung, eine jährliche Festzahlung für die Integration von Geflüchteten wieder einzuführen. Das aktuelle System, das eine einmalige Pauschale pro Asylbewerber vorsieht, reiche angesichts steigender Kosten nicht mehr aus, so Beamte. Sieben weitere Länder unterstützen nun den Vorstoß Nordrhein-Westfalens für eine dauerhafte Lösung.

Von 2016 bis 2023 erhielt die Länder jährlich eine Globalzuweisung vom Bund zur Förderung von Integrationsmaßnahmen. Diese Mittel erreichten 2019 mit 2,44 Milliarden Euro ihren Höchststand. Seit 2024 gilt jedoch ein neues Modell: Statt der jährlichen Zahlungen erhalten die Länder nun 7.500 Euro pro neuem Asylantragsteller.

Nordrhein-Westfalens Integrationsministerin Verena Schäffer kritisiert das aktuelle Vorgehen als unzureichend. Sie argumentiert, dass Kommunen ohne verlässliche Bundesmittel kein funktionierendes Integrationssystem aufrechterhalten könnten. Schäffer betont wiederholt, dass die Pro-Kopf-Zahlung langfristige Bedarfe nicht abdecke.

Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen haben sich der Initiative inzwischen angeschlossen. Gemeinsam bilden diese Länder eine Mehrheit, die die Rückkehr zum alten Globalzuweisungsmodell fordert. Ihr Ziel ist es, eine dauerhafte finanzielle Beteiligung des Bundes an den Integrationskosten über einen längeren Zeitraum zu sichern.

Der Vorschlag der Länder zielt darauf ab, planbare Mittel für die Unterstützung von Geflüchteten wiederherzustellen. Sollte der Vorstoß erfolgreich sein, würde das System von Einmalzahlungen zurück zu jährlichen Zuwendungen wechseln. Ob dies gelingt, hängt davon ab, ob die Bundesregierung bereit ist, die von den Ländern angestrebte langfristige Finanzpartnerschaft einzugehen.

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