Braunschweig rettet sieben Kita-Gruppen von VW Financial Services vor der Schließung
Lina FuchsBraunschweig rettet sieben Kita-Gruppen von VW Financial Services vor der Schließung
Braunschweig übernimmt sieben der zehn Kita-Gruppen von Volkswagen Financial Services
Die Stadt Braunschweig übernimmt sieben der zehn Kindertagesbetreuungsgruppen, die bisher von der Volkswagen Financial Services (VW FS) betrieben wurden. Dieser Schritt folgt der Schließung der betriebseigenen Einrichtung Freche Daxe und soll den lokalen Bedarf an Kinderbetreuung decken. Ab August werden die Gruppen unter städtischer Trägerschaft und mit kommunaler Finanzierung weitergeführt.
VW FS hatte die Kita Freche Daxe seit 2008 vollständig selbst finanziert und der Stadt Braunschweig dadurch schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Doch das Unternehmen verzeichnete kürzlich einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach betrieblichen Betreuungsplätzen durch Mitarbeiter. Daraufhin entschied sich VW FS, die eigene Einrichtung zu schließen und die Verantwortung an die Stadt abzugeben.
Nach der neuen Regelung werden die sieben Kita-Gruppen künftig von der Stadt verwaltet. VW FS wird jährlich rund 475.000 Euro beisteuern, um 55 Plätze exklusiv für Kinder von Mitarbeitern zu reservieren. Die Stadt übernimmt im Gegenzug die verbleibenden Kosten in Höhe von etwa 1,15 Millionen Euro pro Jahr.
Der Wechsel könnte für Braunschweig auch finanzielle Vorteile bringen: Durch die Integration von Kindern aus den Wohnsiedlungen in Wenden in die bestehende Einrichtung am Käferweg könnte die Stadt den teuren Neubau einer Kita im Gebiet Wenden-West vermeiden. Dieser kooperative Ansatz ersetzt eine direkte Subvention und setzt stattdessen auf geteilte Verantwortung bei der Kinderbetreuung.
Die Umstellung tritt im August in Kraft. Dann übernimmt die Stadt die Betreuung der Gruppen, während VW FS seinen Mitarbeitern weiterhin priorisierte Plätze sichert. Ziel der Neuordnung ist es, den rückläufigen betrieblichen Bedarf mit den Bedürfnissen der gesamten Gemeinschaft in Einklang zu bringen. Gleichzeitig könnten durch die Umnutzung bestehender Einrichtungen statt Neubauten Kosten eingespart werden.







