08 April 2026, 06:02

Brandts Witwe attackiert SPD: "Realitätsfremd und ohne Arbeiterbezug"

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

Brandts Witwe attackiert SPD: "Realitätsfremd und ohne Arbeiterbezug"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat die SPD in einem aktuellen Gastbeitrag für Die Welt scharf kritisiert. Sie wirft der Partei vor, sich weit von ihren Arbeiterwurzeln entfernt zu haben und heute kaum noch Anknüpfungspunkte zu den Wählern zu finden. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der die SPD mit einem deutlichen Rückgang ihrer Unterstützung zu kämpfen hat.

Seebacher war bereits 1995 aus der SPD ausgetreten – damals aus Unzufriedenheit mit der politischen Neuausrichtung der Partei. Nun behauptet sie, die SPD habe jenseits ihres historischen Erbes und der Ansprache von Sozialhilfeempfängern kaum noch etwas zu bieten. Ihre Kritik richtete sich auch gegen den scheidenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, dessen vegane Lebensweise sie als realitätsfremd und losgelöst von der traditionellen Wählerbasis der Partei bezeichnete.

Noch weiter ging sie mit der These, dass die Tage der SPD als prägende politische Kraft gezählt sein könnten. Parteien, so Seebacher, seien nicht für die Ewigkeit gemacht. Angesichts eines Unterstützungseinbruchs von fast zehn Prozentpunkten rief sie die CDU auf, ihre Bündnisse zu überdenken. Statt mit der SPD zusammenzuarbeiten, schlug sie vor, eine Kooperation mit der AfD in Betracht zu ziehen.

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Mit Blick auf die anstehende Wahl in Rheinland-Pfalz riet sie dem künftigen Sieger, sich gut zu überlegen, ob er eine Koalition mit der SPD eingehen solle. Die Partei, so ihre Argumentation, vertrete die Arbeiter nicht mehr und habe ihre Identität verloren.

Seebachers Aussagen spiegeln tiefe Sorgen um die Zukunft der SPD wider. Der anhaltende Unterstützungsverlust und der Identitätswandel haben die Partei in eine prekäre Lage gebracht. Ihr Vorschlag an die CDU, die AfD als Alternative in Erwägung zu ziehen, unterstreicht die wachsende Unsicherheit über die politische Landschaft in Deutschland.

Quelle