Brandenburg plant 24-Stunden-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen
Lina FuchsBrandenburg plant 24-Stunden-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen
Die Landesregierung Brandenburgs unterstützt Pläne für die Zulassung unbemannter, vollautomatisierter Mini-Supermärkte. Mit diesem Schritt soll der Zugang zu Lebensmitteln in ländlichen Regionen verbessert werden, wo traditionelle Geschäfte zunehmend verschwinden. Falls die Pläne genehmigt werden, könnten diese intelligenten Läden rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche geöffnet sein.
Die SPD/CDU-Koalitionsregierung hat Änderungen des bestehenden Ladenschlussgesetzes auf den Weg gebracht. Derzeit dürfen Geschäfte in Brandenburg von Montag bis Samstag 24 Stunden geöffnet bleiben sowie an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr. Die neuen Regelungen würden es automatisierten Läden ermöglichen, durchgehend ohne Personal zu betreiben.
Sozialminister René Wilke (SPD) hat sich hinter den Vorschlag gestellt. Er betont, dass damit die lokale Versorgungssicherheit gestärkt und gleiche Lebensstandards im gesamten Land gefördert würden. Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen für unbemannte Geschäfte eingeführt.
Die Änderungen müssen noch im Landtag beraten werden. Bei einer Verabschiedung könnten sie dazu beitragen, Versorgungslücken in ländlichen Gemeinden zu schließen, wo große Supermärkte kaum noch überlebensfähig sind.
Die geplanten Anpassungen würden eine Kehrtwende im brandenburgischen Einzelhandelsrecht bedeuten. Vollautomatisierte Läden könnten bald einen 24-Stunden-Zugang zu Grundgütern in unterversorgten Gebieten bieten. Die endgültige Entscheidung hängt nun von den anstehenden Debatten im Landtag ab.






