Betrug auf Kleinanzeigen: So tricksen Kriminelle Nutzer mit falschen Zahlungen und Phishing ab
Emma KrügerBetrug auf Kleinanzeigen: So tricksen Kriminelle Nutzer mit falschen Zahlungen und Phishing ab
Online-Kleinanzeigen bleiben für Millionen in Deutschland eine beliebte Möglichkeit, um täglich Waren zu kaufen und zu verkaufen. Die Plattform, einst als eBay Kleinanzeigen bekannt und heute im Besitz der Adevinta Group, verzeichnet zu jedem Zeitpunkt über 50 Millionen aktive Anzeigen. Doch trotz der riesigen Nutzerbasis von 35 Millionen monatlichen Besuchern bleibt Betrug ein hartnäckiges Problem.
Betrüger auf der Plattform setzen auf verschiedene Tricks, um Nutzer zu täuschen. Eine gängige Methode sind gefälschte Käufer-Schutzseiten, die das echte Kleinanzeigen-Portal oder PayPal nachahmen. Diese täuschend echten Kopien fordern Opfer auf, persönliche Daten einzugeben – in dem Glauben, sie befänden sich auf einer sicheren Seite.
Unehrliche Verkäufer locken Käufer oft mit begehrten Artikeln zu ungewöhnlich niedrigen Preisen an. Anschließend bestehen sie auf Vorauszahlungen per Banküberweisung oder Geschenkkarten – Methoden, die keinen Schutz bieten, falls etwas schiefgeht. Ein weiterer Trick: Betrüger kapern langjährige, vertrauenswürdige Accounts und nutzen deren guten Ruf, um neue Opfer zu täuschen.
Manche Käufer geben vor, bereits bezahlt zu haben, und schicken gefälschte Zahlungsbestätigungen, um Verkäufer unter Druck zu setzen, die Ware sofort zu versenden. Andere spielen mit den Emotionen ihrer Opfer, erzählen rührselige Geschichten, um seltsame Zahlungswünsche oder überstürzte Lieferungen zu rechtfertigen. Ein weiteres Risiko ist das sogenannte Dreiecksbetrug: Ein Betrüger verkauft einen Gegenstand, den er gar nicht besitzt, nutzt gestohlene Zahlungsdaten oder gehackte Accounts – und der Käufer hat später Ärger mit dem Gesetz.
Da Millionen Menschen täglich auf die Plattform vertrauen, ist es entscheidend, sich dieser Betrugsmaschen bewusst zu sein. Gefälschte Zahlungen, Phishing-Seiten und emotionale Manipulation gehören zu den häufigsten Gefahren. Nutzer sollten Zahlungseingänge direkt überprüfen und ungewöhnliche Zahlungsmethoden meiden, um sich zu schützen.







