12 March 2026, 16:01

Besuchereinbruch in Berlins Freibädern: Warum 20 Prozent weniger kommen

Eine Gruppe von Menschen, die steht und eine Person, die sitzt, in einem Schwimmbad, mit Text, der Informationen über das Schwimmbad und seine Annehmlichkeiten in Aschersleben, Deutschland, bereitstellt.

Senator diskutiert Mehrtickets für Schwimmbäder - Besuchereinbruch in Berlins Freibädern: Warum 20 Prozent weniger kommen

Besucherzahlen in Berlins öffentlichen Bädern um bis zu 20 Prozent eingebrochen

Seit der Abschaffung der Mehrfach-Eintrittskarten im vergangenen Jahr sind die Besucherzahlen in Berlins öffentlichen Freibädern um bis zu 20 Prozent gesunken. 2024 nutzten nur noch rund 2,5 Millionen Menschen die Außenbecken – ein Rückgang gegenüber über 3 Millionen in den Vorjahren. Die Änderung hat bei Stammgästen Frust ausgelöst und Forderungen nach einer Überarbeitung des Preissystems laut werden lassen.

Bis 2023 konnten Berliner eine 20er-Karte für Freibäder zum Preis von 80 Euro erwerben. Diese Option entfiel, sodass nun nur noch Tageskarten für bis zu 7 Euro in Freibädern und 6 Euro in Hallenbädern erhältlich sind. Trotz steigender Betriebskosten hat die Berliner Bäderbetriebe die Eintrittspreise zwar seit einem Jahrzehnt nicht erhöht, doch der Wegfall der Rabattangebote trifft Vielfachbesucher besonders hart.

Als Alternative führt das Unternehmen nun ein digitales Abo-Modell ein: Für 38 Euro monatlich gibt es unbegrenzten Zutritt, für 30 Euro zwei Besuche pro Woche. Die Verantwortlichen bezeichnen die aktuelle Preisgestaltung als "transparent und fair", doch die Kritik an den höheren Kosten pro Besuch nimmt zu.

Iris Spranger, Berlins Senatorin für Stadtentwicklung und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bäderbetriebe, hat angekündigt, sich für eine erneute Debatte über die Wiedereinführung von Mehrfachkarten einzusetzen. Ihre Position verleiht ihr erheblichen Einfluss auf künftige Entscheidungen, konkrete Änderungen stehen jedoch noch aus.

Der Verlust der Rabattkarten führt zu sinkenden Besucherzahlen und wachsender Unzufriedenheit. Während Spranger eine Überprüfung fordert, bleibt die Zukunft bezahlbaren Badevergnügens in Berlin ungewiss. Bis auf Weiteres müssen Schwimmer zwischen höheren Tagespreisen oder dem neuen Abo-Modell wählen.

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