Berlin triumphiert in fast allen Sportarten – nur nicht im Fußball
Berlin dominiert den deutschen Sport – nur nicht im Fußball. Die Hauptstadtvereine haben erneut in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey die höchsten Weihen eingefahren. Doch in der Bundesliga bleiben die Fußballklubs der Stadt weit abseits des Rampenlichts.
Die BR Volleys holten sich in Lüneburg den Meistertitel im Männer-Volleyball und sicherten Berlin damit die zehnte Meisterschaft in Folge in dieser Sportart. Rund 50 mitgereiste Fans feuerten das Team zum Sieg an und unterstrichen so den Status Berlins als Volleyball-Hochburg.
Auf dem Basketballparkett bereitet sich Alba Berlin unterdessen auf die Bundesliga-Playoffs vor. Im Handball erreichte die Füchse Berlin das Halbfinale der Champions League und trug damit zum Erfolg der Hauptstadt bei. Auch im Eishockey krönte sich Berlins Team zum fünften Mal in sechs Jahren zum nationalen Champion.
Das Muster ist deutlich: Berlins Vereine glänzen in mehreren Sportarten, oft unter derselben Führung. Doch der Fußball erzählt eine andere Geschichte. Hertha BSC gewann den Bundesliga-Titel zuletzt 1931 – fast ein Jahrhundert ist das her. Selbst jetzt ist der Klassenerhalt von Union Berlin das größte Fußball-Highlight der Stadt. Zwar ist der Abstieg in dieser Saison nicht mehr möglich, doch von der Jagd auf Titel ist das Team weit entfernt.
Die Bundesliga hebt sich unter Europas Top-Ligen ab. In Paris, London oder Madrid prägen die Hauptstadtklubs den Wettbewerb. In Berlin spielen sie kaum eine Rolle. Der Kontrast könnte kaum größer sein: Während Berlins Volleyball-, Handball-, Basketball- und Eishockey-Teams Trophäen sammeln, bleiben die Fußballvereine der Stadt Außenseiter. Die sportliche Vorherrschaft der Hauptstadt endet an der Bundesliga – wo sie seit Jahrzehnten keine Spuren hinterlässt.






