24 March 2026, 16:04

Berlin startet historische Landesstrategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit

Eine große Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Fahnen und Schildern, auf denen 'Lgbtq+ rights march in Berlin' steht, einige tragen Mützen und Taschen, im Hintergrund Gebäude, ein Kran und ein bewölkter Himmel.

Berlin startet historische Landesstrategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit

Berlin startet neue Strategie für mehr Sicherheit queerer Menschen

Berlin hat eine neue Initiative gestartet, um die Sicherheit queerer Menschen in der gesamten Stadt zu verbessern. Der Schritt folgt einem besorgniserregenden Anstieg queerfeindlicher Straftaten – allein 2023 wurden 588 Vorfälle registriert. Die Behörden planen nun 40 konkrete Maßnahmen, um ein sicheres Umfeld für die LGBTQ+-Community zu schaffen.

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Die «Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit» ist die erste ihrer Art in einem deutschen Bundesland und umfasst ein breites Maßnahmenpaket. Sie zielt sowohl auf öffentliche Räume als auch auf institutionelle Unterstützung ab, um Gewalt und Diskriminierung zu verringern. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Sicherheit bei Veranstaltungen – ob groß oder klein – durch strengere Schutzprotokolle.

Bessere Beleuchtung und Notrufstationen könnten bald in Parks und anderen Risikobereichen installiert werden. Zwar stehen die genauen Standorte noch nicht fest, doch das Ziel ist klar: Diese Orte sollen für queere Menschen sicherer werden. Auch in Neubauten von Schulen sind geschlechterneutrale Toiletten und Duschen Teil der Strategie.

Polizei und Sicherheitskräfte erhalten vermehrt Sensibilisierungsschulungen, um queerbezogene Themen kompetent zu behandeln. Jeder Berliner Bezirk muss nun Beratungsstellen einrichten, die antidiskriminierende Dienstleistungen anbieten. Zudem wird eine neue Einheit Online-Queerfeindlichkeit bekämpfen, indem sie Hassrede auf digitalen Plattformen überwacht und entgegenwirkt.

Die Strategie ist eine direkte Reaktion auf die 127 gewalttätigen Straftaten, die im vergangenen Jahr gemeldet wurden. Durch die Kombination von Infrastrukturmaßnahmen, Schulungen und gezielten Unterstützungsangeboten will Berlin nachhaltige Verbesserungen erreichen. Die 40 Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt, mit weiteren Details zu konkreten Projekten in Kürze.

Quelle