05 April 2026, 00:06

Berlin reformiert sein Schulsystem: Strengere Kontrollen und digitale Schülerakten geplant

Ein Computerbildschirm mit einem schwarzen und weißen Mützensymbol, das die Online-Bildung darstellt.

Berlin reformiert sein Schulsystem: Strengere Kontrollen und digitale Schülerakten geplant

Berlin steht vor einer grundlegenden Reform seines Schulsystems mit strengerer Kontrolle der Lernfortschritte und der Anwesenheitspflicht. Der Berliner Senat hat einen Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes verabschiedet, der neue Regelungen zu Leistungsbewertungen, Schulschwänzen und digitalen Schülerakten vorsieht. Ziel der Änderungen ist es, die Unterrichtsqualität zu verbessern und den Förderbedarf von Schülerinnen und Schülern besser zu erkennen.

Das geplante Gesetz schreibt vor, dass Schulen die schulischen Leistungen häufiger und auf Basis standardisierter Daten sowie Vergleichstests bewerten müssen. Dieser Ansatz orientiert sich an Vorbildern in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, wo das Programm Schulkompass 2030 bereits datengestützte Überwachung einsetzt, um die Lehrstandards zu stärken. Ein Bericht der Kultusministerkonferenz (KMK) aus dem Jahr 2026 hatte zuvor Lücken bei der Integration von Lernstandserhebungen in Ländern wie Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein aufgezeigt und bessere Datensysteme gefordert.

Die neuen Vorschriften umfassen zudem den Übergang zwischen Schulformen, den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unterricht sowie digitale Schülerakten. Um dem Schulschwänzen entgegenzuwirken, müssen Schüler mit häufigen unentschuldigten Fehlzeiten – oder solche mit fragwürdigen ärztlichen Attesten – künftig mit einer verpflichtenden Untersuchung durch einen Amtsarzt rechnen. Ausgenommen sind chronisch kranke Kinder, im Fokus stehen vielmehr Fälle, in denen Fehlzeiten Bedenken hinsichtlich des Kindeswohls oder elterlicher Vernachlässigung wecken.

Der Gesetzentwurf geht nun an das Abgeordnetenhaus, wo er beraten und abschließend abgestimmt wird. Bei einer Verabschiedung würden die Reformen einen deutlichen Wandel bedeuten: Berliner Schulen würden Leistungskontrollen strenger handhaben, schwächere Schülerinnen und Schüler gezielter fördern und sich besser auf zukünftige Bildungsanforderungen vorbereiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Mittelpunkt der gesetzlichen Änderungen stehen die frühzeitige Erkennung von Lernrückständen und eine strengere Anwesenheitskontrolle. Schulen sollen stärker auf standardisierte Daten zurückgreifen, um Unterrichtsmethoden und Fördermaßnahmen anzupassen. Die endgültige Entscheidung liegt in den kommenden Monaten beim Abgeordnetenhaus.

Quelle