Berlin führt Ausbildungsabgabe ein – soll 75 Millionen Euro für Fachkräftemangel bringen
Henry SeidelCDU und SPD einigen sich auf Ausbildungsplatzabgabe - Berlin führt Ausbildungsabgabe ein – soll 75 Millionen Euro für Fachkräftemangel bringen
Berlins Parteien einig: Neue Ausbildungsabgabe soll Fachkräftemangel bekämpfen
Die Berliner Parteilandschaft hat sich auf eine neue Umlage für Ausbildungsplätze geeinigt, um das langjährige Problem des Mangels an Lehrstellen in der Hauptstadt anzugehen. Die Fraktionen von CDU und SPD haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, der größere Unternehmen verpflichten soll, in einen Fonds für die berufliche Bildung einzuzahlen. Bei Annahme soll das Modell jährlich mindestens 75 Millionen Euro einbringen.
Betroffen wären vor allem Betriebe mit zehn oder mehr Beschäftigten, die eine Ausbildungsquote von 4,6 Prozent nicht erreichen. Diese Unternehmen müssten in einen zentralen Topf einzahlen, während kleinere Firmen und solche, die die Quote bereits erfüllen, befreit blieben. Die so gesammelten Mittel sollen dann Unternehmen unterstützen, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen.
Berlin leidet seit Jahren unter einem Mangel an Lehrstellen. 2023 standen zwar 4.245 Ausbildungsplätze zur Verfügung, doch bundesweite Daten zeigten, dass 35 Prozent der Lehrstellen unbesetzt blieben. Die neue Abgabe zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sie finanzielle Mittel an Betriebe umverteilt, die bereit sind, ihre Ausbildungsprogramme auszubauen.
Selbst wenn das Parlament den Entwurf billigt, würden die Änderungen jedoch erst 2028 in Kraft treten. Zuvor muss der Vorschlag noch ausführlich beraten und abgestimmt werden.
Die geplante Umlage könnte jährlich 75 Millionen Euro einbringen, um die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen. Unternehmen, die die geforderte Ausbildungsquote nicht erfüllen, würden den Fonds finanzieren, während Betriebe mit ausreichend Lehrstellen keine zusätzlichen Kosten tragen müssten. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Berliner Abgeordnetenhaus.






