31 May 2026, 00:01

Arla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht

Riesige Corporation darf Deutschlands größte Molkerei übernehmen

Arla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht

Die Europäische Kommission hat die Übernahme der DMK durch Arla genehmigt und damit die größte Molkereigenossenschaft Europas geschaffen. Die Entscheidung folgt einer Prüfung, die keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen die Fusion ergab. Landwirte und Branchenverbände reagieren mit gemischten Einschätzungen auf den Deal.

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Arla, eine Genossenschaft mit über 7.000 Mitgliedsbetrieben in ganz Europa, übernimmt die DMK, die rund 4.000 deutsche Milcherzeuger vertritt. Die fusionierte Gruppe wird künftig nicht mehr um Milchlieferungen in Norddeutschland konkurrieren, was die Abläufe in der Region vereinfachen dürfte.

Die Kommission kam zu dem Schluss, dass Einzelhändler weiterhin ausreichend Lieferanten für Handelsmarken-Milchprodukte zur Verfügung stehen. Zudem wurde Arlas Praxis, allen Mitgliedsbetrieben unabhängig vom Markt einen einheitlichen Milchpreis zu zahlen, als stabilisierender Faktor gewürdigt. Darüber hinaus könnte die Exportinfrastruktur der Genossenschaft die Absatzchancen für verarbeitete Milchprodukte erhöhen – ein Vorteil für deutsche Erzeuger.

Die Reaktionen auf die Fusion fallen unterschiedlich aus. Der Deutsche Bauernverband bezeichnete den Deal grundsätzlich als positiv. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft kritisierte hingegen, die Kommission habe die Interessen der Landwirte nicht ausreichend berücksichtigt. Auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter äußerte Bedenken und verwies auf die begrenzten Alternativen bei der Milchverarbeitung für die Erzeuger.

Durch die Fusion entsteht eine dominierende Molkereigenossenschaft in Europa. Während Landwirte in Norddeutschland eine Veränderung im Wettbewerb um Milchlieferungen erleben werden, könnten Arlas Preispolitik und Exportstrukturen neue Vorteile bringen. Langfristig bleibt abzuwarten, wie sich die Fusion auf die Verarbeitungskapazitäten und den Marktzugang auswirkt.

Quelle