13 March 2026, 08:02

Apothekenstreik 2026: Baden-Württemberg blockiert Protest – andere Länder halten fest

Apotheker in weißem Kittel, der eine Flasche hält, spricht mit einem Kunden in einer Apotheke, mit Regalen voller Flaschen und Gegenständen im Hintergrund.

Apothekenstreik 2026: Baden-Württemberg blockiert Protest – andere Länder halten fest

Für den 23. März 2026 geplanter bundesweiter Apothekenstreik in Baden-Württemberg rechtlich blockiert

Ein landesweiter Streik der Apotheken am 23. März 2026 stößt in Baden-Württemberg auf juristische Hürden. Das dortige Sozialministerium erklärte die Protestaktion für rechtswidrig und zwang die Landesapothekerkammer, ihren Aufruf zu Schließungen zurückzuziehen. Unterdessen halten andere Bundesländer an der Streikbeteiligung fest und rufen ihre Mitglieder auf, sich an Kundgebungen in Großstädten zu beteiligen.

Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hatte ursprünglich zu einer ganztägigen Schließung aller Apotheken am 23. März aufgerufen. Die Apothekerkammern mehrerer Bundesländer, darunter Berlin, Hannover, Düsseldorf und München, unterstützen diesen Plan weiterhin. Sie empfehlen ihren Mitgliedern, die Türen zu schließen und stattdessen an zentralen Demonstrationen teilzunehmen. Die Notdienstversorgung soll dabei sichergestellt bleiben, um die Grundbedürfnisse der Patienten zu decken.

In Baden-Württemberg jedoch erklärte das Sozialministerium den Streik für unzulässig. Die Landesapothekerkammer zog daraufhin ihre Beteiligung zurück und schlug stattdessen alternative Protestformen vor – etwa das Tragen von Warnwesten, das Abdunkeln der Beleuchtung oder die Bedienung der Kunden über Notfallschalter.

Apotheken in der Region dürfen am Protesttag rechtlich gesehen dennoch für drei Stunden öffnen, wie es eine Allgemeinverfügung vorsieht. Wer von dieser Option Gebrauch macht, muss die Kammer elektronisch über die geänderten Öffnungszeiten informieren. Betreiber, die sich für eine komplette Schließung entscheiden, tragen dafür die persönliche Verantwortung.

Der Protest verläuft damit uneinheitlich in Deutschland: Während baden-württembergische Apotheken entweder nur eingeschränkt öffnen oder alternative Zeichen des Widerstands setzen müssen, gilt in anderen Bundesländern weiterhin der ursprüngliche Plan mit Schließungen und Demonstrationen – bei gesicherter Notfallversorgung für Patienten.

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