30 March 2026, 16:01

Anna Netrebko polarisiert mit Comeback an der Berliner Staatsoper

Gemälde mit dem Titel 'Die Oper' (1856), das eine Gruppe von Darstellern auf der Bühne mit Musikinstrumenten und sitzenden Stühlen vor einem Publikum und einer Wand als Hintergrund zeigt.

Anna Netrebko polarisiert mit Comeback an der Berliner Staatsoper

An der Berliner Staatsoper feierte eine Neuinszenierung von Un ballo in maschera mit Anna Netrebko in der Hauptrolle Premiere

Die Aufführung mit der berühmten Sopranistin löste sowohl begeisterten Applaus als auch Proteste vor dem Opernhaus aus. Netrebko stand in der Vergangenheit wegen ihrer mutmaßlichen Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Kritik – nun kehrt sie auf die deutsche Bühne zurück.

Bei der Premiere von Giuseppe Verdis Oper übernahm Netrebko die Rolle der Amelia. Ihr Auftritt wurde vom Großteil des Publikums mit stehenden Ovationen bedacht, während aus einigen Reihen Buhrufe zu hören waren. Die Inszenierung unter der Regie von Rafael R. Villalobos bezog Elemente der queeren Ballroom-Kultur ein und nahm Bezug auf die AIDS-Krise.

Vor der Staatsoper versammelten sich etwa 50 Demonstranten mit ukrainischen Fahnen. Sie skandierten Parolen wie "Keine Bühne für Putin-Unterstützer" und "Russland ist ein Terrorstaat". Netrebko, die sowohl die russische als auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, bleibt trotz der früheren Kontroversen in Berlin präsent.

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Ihr letzter Auftritt an der Staatsoper Unter den Linden liegt bereits zwei Jahre zurück. Seither hält sich die öffentliche Debatte über ihre angeblichen Verbindungen zu Putin hartnäckig – aktuelle Stimmungsbilder aus Deutschland liegen jedoch nicht vor. Die beteiligten Musiker und Sänger wurden durchweg gelobt, und die Vorstellung erhielt insgesamt starken Beifall.

Die Premiere von Un ballo in maschera zeigte einmal mehr die anhaltende Polarisierung um Netrebkos Auftritte. Während ihre gesangliche Leistung auf Zustimmung stieß, unterstrichen die Proteste die fortbestehenden politischen Spannungen. Die Inszenierung bleibt Teil des Festspielprogramms, Netrebko wird ihre Rolle weiter ausfüllen.

Quelle