09 May 2026, 04:01

Alabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: "Syrier engagieren sich längst"

Plakat mit einer Karte von Syrien, das die Binnendifferenzierung aufgrund von Gewalt zeigt, begleitet von Text und Grafiken, die die Situation darlegen.

Alabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: "Syrier engagieren sich längst"

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Initiative „Neuer Aufbruch für Syrien“, bei der Teilnehmer ihre Bemühungen um den Wiederaufbau ihrer Heimat und ihre Integration in die deutsche Gesellschaft vorstellten.

Die Ministerin zeigte sich verärgert über Forderungen, Syrier müssten sich stärker am Wiederaufbau Syriens beteiligen. Sie betonte, dass viele von ihnen dies bereits seit Jahren täten – trotz Krieg und Vertreibung.

Bei der Berliner Veranstaltung berichteten Syrier über ihre Arbeit beim Wiederaufbau sowie ihr Engagement in deutschen Gemeinden. Viele hoben hervor, dass sie sich seit Langem in beiden Bereichen einbrächten.

Alabali-Radovan widersprach der Vorstellung, Syrier müssten „endlich“ zum Wiederaufbau beitragen. Stattdessen verwies sie darauf, dass sie sich trotz aller Widrigkeiten bereits seit Jahren aktiv engagierten.

Gleichzeitig warnte die Ministerin, dass Debatten über Zwangsrückführungen bei in Deutschland lebenden Syrern Ängste und Unsicherheit schürten. Solche Diskussionen untergrüben ihr Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit.

Für die Zukunft kündigte Alabali-Radovan an, Diaspora-Gemeinschaften enger in die deutschen Entwicklungsprojekte einzubinden. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen könnten die Zusammenarbeit stärken und die Unterstützung für Syriens Zukunft verbessern.

Ihre Aussagen deuten auf einen Perspektivwechsel hin: Weg von Abschiebedebatten, hin zu praktischer Integration. Syrier in Deutschland werden weiterhin sowohl den Wiederaufbau vorantreiben als auch ihr Leben im Land gestalten.

Mit der Einbindung von Diaspora-Wissen in die Entwicklungszusammenarbeit sollen Hilfsmaßnahmen wirksamer und inklusiver werden.

Quelle