13 June 2026, 18:01

AfD spaltet deutsche Politik: Dialog oder klare Abgrenzung?

Sozialflügel der CDU lehnt Gespräche mit AfD ab

AfD spaltet deutsche Politik: Dialog oder klare Abgrenzung?

In der deutschen Politik entzündet sich eine Debatte darüber, wie mit der rechtspopulistischen AfD umgegangen werden soll. Der ehemalige SPD-Finanzminister Peer Steinbrück schlägt vor, für einen möglichen Dialog mit der Partei „rote Linien“ zu ziehen. Derweil lehnt Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmergruppe, jegliche Gespräche mit der AfD kategorisch ab.

Steinbrück argumentiert, im Umgang mit der AfD sei eine neue Strategie nötig. Er regt an, klare Grenzen für künftige Diskussionen mit der Partei festzulegen.

Radtke hingegen weist die Idee eines Dialogs entschieden zurück. Er vergleicht die AfD mit der Bewegung von Marine Le Pen in Frankreich und wirft ihr vor, sie strebe „ein anderes System, ein anderes Land, ein anderes Europa“ an. Seiner Meinung nach wäre es unsinnig, von der AfD zu verlangen, sich von extremistischen oder prorussischen Positionen zu distanzieren – das käme einem Verzicht auf ihre eigene Identität gleich.

Zudem verteidigt Radtke den „demokratischen Schutzwall“ gegen die AfD. Für ihn dient dieser nicht dazu, die Partei zu schwächen, sondern das politische Zentrum vor ihrem Einfluss zu bewahren. Betont wird von ihm, dass Glaubwürdigkeit und die Nähe zu den Bürgern die wirksamsten Mittel gegen Extremismus seien.

Die Auseinandersetzung zeigt, wie tief die Spaltung in der Frage des Umgangs mit der AfD ist. Während Steinbrück einen bedingten Dialog vorschlägt, lehnt Radtke jede Form der Zusammenarbeit ab. Die Diskussion spiegelt die wachsende Sorge über den zunehmenden Einfluss der Partei in der deutschen Politik wider.

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