30 April 2026, 00:07

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus sie nicht bedienen wollte

Alte deutsche Zeitung "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873 mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht, die sich unterhalten, und deutscher Text, der das Ereignis beschreibt.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus sie nicht bedienen wollte

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Der Vorfall im Gaffel Haus am 14. April sorgt für Aufsehen, nachdem die Bild-Zeitung darüber berichtet hatte. Er reiht sich in eine Serie von Auseinandersetzungen ein, in die AfD-Mitglieder in kulturellen und kommerziellen Räumen verwickelt waren.

Laut dem Bericht baten Mitarbeiter des Gaffel Haus zunächst Maximilian Krah und Philipp-Anders Rau, das Lokal zu verlassen. Als der AfD-Politiker Steffen Janich nachfragte, warum sie hinausgeworfen würden, wurde auch er aufgefordert, die Gaststätte zu verlassen. Die Leitung des Gaffel Haus hat auf die Anfrage der Bild nach einer Bestätigung bisher nicht reagiert.

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Für Krah ist dies nicht der erste Ausschluss wegen seiner Parteizugehörigkeit. Ende Februar hatte die Friedrich-Pustet-Druckerei in Regensburg ihre Zusammenarbeit mit dem Castrum Verlag wegen eines geplanten Buches von Krah beendet und dabei explizit seine AfD-Mitgliedschaft als Grund genannt. Einen Monat später zog die Leipziger Buchmesse ihre Einladung an Krah zurück, dort seinen Roman Die Reise nach Europa zu präsentieren. Krah behauptete später, die Veranstalter hätten Sicherheitsbedenken als Vorwand genutzt.

Nach dem Kneipen-Vorfall riet Krah seinen Anhängern, das Gaffel Haus zu boykottieren. Er deutete an, dass Kunden durch ihre Kaufentscheidungen Einfluss auf das Geschäft nehmen könnten.

Die Verweise fügen sich in ein Muster ein, bei dem AfD-Mitglieder in öffentlichen und kommerziellen Bereichen mit Einschränkungen konfrontiert werden. Krahs Aufruf zum Boykott spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen der Partei und bestimmten Institutionen wider. Die Leitung der Kneipe hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

Quelle