11 April 2026, 10:02

7 Zentimeter zu niedrig: Warum eine Frankfurter Schule jetzt 13.700 Euro pro Woche für Sicherheitskräfte ausgibt

Der Eingang eines Backsteingebäudes mit gelbem Absperrband, Treppen mit Maschendrahtzaun, eine Tür mit Papieren, eine hängende Lampe und eine Wandinschrift, die wahrscheinlich den Namen der Schule angibt.

7 Zentimeter zu niedrig: Warum eine Frankfurter Schule jetzt 13.700 Euro pro Woche für Sicherheitskräfte ausgibt

Ein 100 Jahre alter Handlauf in einer Frankfurter Grundschule löst ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen aus

Der Handlauf in der Schule ist sieben Zentimeter zu niedrig – statt der gesetzlich vorgeschriebenen 110 Zentimeter misst er nur 103 Zentimeter. Daraufhin patrouillieren nun zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus – zu Wochenkosten von 13.700 Euro.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auslöser war die Feststellung, dass der Handlauf nicht den Muster-Richtlinien für Schulbauten entspricht, die zuletzt 2009 aktualisiert wurden. Diese schreiben Geländer mit einer Mindesthöhe von 1,10 Metern vor. Die Stadt muss die Vorgabe umsetzen, obwohl der Handlauf seit Jahrzehnten besteht.

Seit Montag überwachen die Sicherheitskräfte das Treppenhaus rund um die Uhr – selbst in den Osterferien. Um die Kosten zu senken, könnten einige Treppenabgänge gesperrt werden, wodurch die wöchentlichen Ausgaben auf 5.000 bis 6.000 Euro sinken würden.

Solmaz Heidlindemann, kommissarische Schulleiterin, hinterfragte die Notwendigkeit der Maßnahmen. Sie schlug vor, dass eine einfache Nachrüstung – falls überhaupt nötig – das Problem hätte lösen können. Bei einem Vor-Ort-Termin am Montag soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Bis dahin bleibt die kurzfristige Lösung: Sicherheitskräfte im Dauereinsatz und mögliche Treppensperrungen. Die Verantwortlichen werden bei dem anstehenden Treffen über die Zukunft des Handlaufs beraten. Bis dahin muss die Schule die Sicherheitsvorgaben erfüllen – und die finanziellen Folgen der Übergangsmaßnahmen stemmen.

Quelle