1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 baut 5G-Netz aus und fordert Telekom-Riesen heraus
1&1 treibt Ausbau als vierter Mobilfunkanbieter in Deutschland voran und stellt damit die Vorherrschaft von Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 infrage. Unter der Führung von Ralph Dommermuth hat das Unternehmen seit 2020 seine eigene 5G-Infrastruktur ausgebaut, um die Abhängigkeit von Großhandelsverträgen zu verringern und den Wettbewerb auf dem Markt zu beleben.
Bis Ende 2025 hatte 1&1 sein Netzabdeckungsziel übertroffen und erreichte 27 Prozent der deutschen Haushalte – mehr als die von den Regulierungsbehörden geforderten 25 Prozent. Nun plant das Unternehmen, die Abdeckung bis Ende 2026 auf 35 Prozent auszuweiten.
Dommermuth hat klargestellt, dass ein Verkauf von 1&1 nicht zur Debatte steht, und damit aktuelle Spekulationen zurückgewiesen. Stattdessen konzentriert er sich auf weiteres Wachstum, obwohl das Unternehmen derzeit in einen Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur verwickelt ist. Im Mittelpunkt steht die Verlängerung von Niederfrequenzlizenzen, die Dommermuth den etablierten Anbietern zu Unrecht zugewiesen sieht.
Obwohl der Wettbewerb mit den drei großen Konkurrenten hart bleibt, zeigt sich Dommermuth offen für pragmatische Kooperationen. Dazu gehört etwa die gemeinsame Nutzung von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Er ist überzeugt, dass der Markteintritt eines vierten Anbieters durch mehr Wettbewerb die Preise für Verbraucher drücken wird.
Trotz der Fortschritte bleibt 1&1 im Vergleich zu seinen Mitbewerbern deutlich kleiner. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 dominieren weiterhin mit einer deutlich größeren Kundenbasis und Infrastruktur.
Der Netzausbau von 1&1 soll weiter voranschreiten, mit dem Ziel, bis Ende 2026 35 Prozent Abdeckung zu erreichen. Der anhängige Rechtsstreit um Frequenzzuteilungen könnte die künftigen Geschäfte beeinflussen, während das Engagement für mehr Wettbewerb die Verbraucherkosten senken soll. Dommermuths klare Absage an einen Verkauf unterstreicht die langfristige Investition des Unternehmens in den deutschen Mobilfunkmarkt.






